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Konstruktive Diskussionen beim BTV Jahresgespräch 2019

08.10.2019

Am 05. Oktober 2019 lud der Badische Tennisverband Vereinsvertreter und Tennissport-Interessierte in die Sportschule Steinbach ein, um zu informieren und gemeinsam über wichtige Angelegenheiten zu diskutieren. Das Format, bestehend aus Vorträgen und Podiumsdiskussionen, wurde von einer Vielzahl an Teilnehmern angenommen und führte zu anregenden, konstruktiven Wortbeiträgen aus dem Publikum.

Stefan Bitenc, Präsident des Badischen Tennisverbandes, begrüßte pünktlich um 09:30 Uhr die Teilnehmer und auch die Sportschule drückte durch Studienleiter Dr. Christof Armbruster ihre Freude darüber aus, dem BTV ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Nach der Begrüßung durch Moderator Daniel Räuchle ergriff Dr. med. Marc Bientzle, Leitender Arzt am Zentrum für Sportmedizin des Klinikums Mittelbaden in Bühl, das Wort und referierte über die medizinischen Herausforderungen im Tennissport. Bientzle, der zusätzlich als Mannschaftsarzt der Bundesliga-Volleyballer Bisons Bühl fungiert, stellte besonders die Wichtigkeit eines ausführlichen Aufwärmprogramms in den Vordergrund. Um Verletzungen vorzubeugen, müsse sich der Tennissport ein Beispiel an anderen Mannschaftssportarten, wie beispielsweise Fußball oder Handball, nehmen, wo ein ausführliches Aufwärmprogramm schon lange zur Trainings- und Spieltagsroutine gehört. Außerdem ging der Mediziner auf die Gefahr von muskulären Dysbalancen ein: „Im Tennis wird das Schultergelenk häufig einseitig belastet und es kann zu Muskelverkürzungen kommen. Deshalb ist ein Schultertraining, insbesondere der Außenrotation, besonders wichtig“, so Bientzle.

Kommunikationsprobleme lassen Informationsfluss ins Stocken geraten

Nach einer kurzen Pause begann die erste Podiumsdiskussion, in der die Wettspielordnung des BTV auf den Prüfstand gestellt wurde. Hierfür begrüßte Moderator Daniel Räuchle Nico Weschenfelder, Vizepräsident und Präsidiumsmitglied für Mannschaftssport, Alexander Wuttke, 2. Vorstandsvorsitzender des TC Dietlingen und ordentliches Mitglied der Schieds- und Disziplinarkommission sowie Christine Bittorf, Vorstandsmitglied des TC Forchheim, auf dem Podium. Im ersten Teil der Diskussion versuchte die Gruppe um Räuchle herauszufinden, weshalb die Teilnehmerzahl bei Mitgliederversammlungen und Regionalkonferenzen sehr überschaubar ist. Neben Kollisionen mit privaten Terminen und den geografischen Schwierigkeiten, die der Verband aufgrund seiner Größe bzw. Lage hat, haben sich vor allem Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Verband und Verein und vor allem zwischen Verein und seinen Mitgliedern herausgestellt. So kommen einige Informationen, die seitens des Verbandes an die Vereine kommuniziert werden, überhaupt nicht bei den Vereinsmitgliedern an, da die jeweiligen Vorstände, Sport- und Jugendwarte Mitteilungen nicht rechtzeitig weiterleiten.

Bestes Beispiel hierfür ist der Ladies Morning und Gentleman Evening Cup. Diese Hobbyrunde war für viele Teilnehmer des Jahresgesprächs völlig unbekannt, obwohl die jeweiligen Vereinsverantwortlichen rechtzeitig darüber informiert wurden. Bei näherer Erläuterung wurde dem Ganzen nun jedoch großer Zuspruch zuteil, die diesjährige Runde hätte somit bei korrekter Kommunikation noch mehr Teilnehmer fassen können. Um solchen Schwierigkeiten zukünftig entgegenzuwirken, sprach sich das Publikum dafür aus, die modernen Kommunikationswege des Verbandes auszubauen. Hierzu zählen beispielsweise die Plattform mybigpoint sowie der Aufbau bzw. die Optimierung des Verbandsnewsletters.

Hitze und Regen – Terminknappheit erschwert Verlegungen

Ein weiteres Thema, das besonders in den vergangenen Jahren verstärkt zu Problemen geführt hat, ist das veränderte Klima und die dadurch oftmals erhöhten Temperaturen. „Große Hitze“ warf Dr. med. Bientzle ein, „darf man nicht unterschätzen. Deshalb sollte in den Pausen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet und, wenn möglich, ein Schattenplatz aufgesucht werden, um den Körper nicht dauerhaft der Sonneneinstrahlung auszusetzen“. Besonders bei Jugendspielen plädierte das Publikum dafür, eine klare, einheitliche Regelung zu treffen, die festhält, wann Spiele abgesagt bzw. verlegt werden dürfen. „Kinder rennen immer, egal bei welchen Temperaturen. Deshalb muss der Verband da Schutzvorkehrungen treffen“, erklärte eine Stimme aus dem Publikum.

Spiele zu verlegen, egal ob dem Wetter geschuldet oder aus anderen Gründen, ist aufgrund der knappen Terminplanung jedoch gar nicht so leicht. Der bewusst etwas provokant gewählte Diskussionsvorschlag des Moderators, den Vereinen die Möglichkeit zu bieten, ihre Heimspieltage selbst zu terminieren und so den individuellen Rufen nach mehr Flexibilität gerecht zu werden, stieß jedoch auf Ablehnung. „Wenn bei uns im Verein die Mannschaften ihre Spieltermine selber festlegen könnten, dann wäre Chaos vorprogrammiert. Ich glaube da ist es ganz gut, wenn der Verband das weiterhin vorgibt“ meinte Alexander Wuttke.

Fakten versus Emotionen

Das Thema, das wohl am kontroversesten diskutiert wurde, war das Schweizer Modell. Zwar waren es die Vereine selbst, die sich bei der letzten Mitgliederversammlung mit einer großen Mehrheit für eine Änderung des Spielsystems entschieden, jedoch stieß dieses Modell im Nachhinein bei den Teilnehmern des BTV Jahresgesprächs auf wenig Gegenliebe. „Wir haben diese Saison alle Spiele gewonnen und sind trotzdem nicht aufgestiegen. Das kann nicht sein, so wird die Bedeutung von Spieltagssiegen komplett geschmälert“, sagte Christine Bittorf. Auch wenn einige Statistiken belegen konnten, dass das Schweizer Modell auch seine guten Seiten hat, war das Publikum überwiegend gegen eine Weiterführung des aktuellen Systems. Deshalb wird Nico Weschenfelder bei der nächsten Mitgliederversammlung einen Antrag auf einen erneuten Wechsel des Spielsystems unterstützend formulieren. Dort können die Vereinsvertreter dann offiziell entscheiden, ob sie diesem Antrag zustimmen oder ob das aktuelle Modell beibehalten werden soll.

Emotionale Rendite für Vereinsmitglieder

Nach der Mittagspause informierte Nina Gladen von der Firma Xavin die Zuschauer über Themen der Vereinsfinanzierung. Xavin, 2018 gegründet, ermöglicht Vereinen, Darlehen von Vereinsmitgliedern aufzunehmen: „Wir bieten Vereinen eine Plattform, um ihre Projekte den Vereinsmitgliedern und -freunden vorzustellen. Diese können dann den Verein mit einem Darlehen bei der Finanzierung unterstützen und erhalten dafür nicht nur einen attraktiven Zins, sondern auch eine emotionale Rendite“ erzählte die Mitgründerin des Unternehmens.

 

Ohne die Eltern geht es nicht

Im Anschluss begrüßte Daniel Räuchle den Präsidenten des Badischen Tennisverbands, Stefan Bitenc, und Mario Unholz, Präsidumsmitglied für Sportentwicklung und Breitensport, zur zweiten Podiumsdiskussion. Hierbei ging es unter anderem darum, wie man die Attraktivität des Tennissports für Jugendliche steigern kann, wobei der Grundtenor eindeutig war: Man muss die Eltern mit ins Boot holen. „Ich habe Eltern bei uns im Verein, die haben ihr Kind noch nie Tennisspielen sehen. Wir müssen also nicht nur die Kinder vom Tennissport überzeugen, sondern auch die Eltern“, erzählte Christine Bittorf. Eine Möglichkeit hierfür wäre die Verkürzung der Spielzeit, ähnlich wie bei der ATP-Next-Generation. Hier gibt es beispielsweise zwar drei Gewinnsätze, ein Satz geht jedoch nur bis vier und bei Einstand entscheidet direkt der nächste Ballwechsel. Dies führt nicht nur zu mehr Spannung, da jeder einzelne Punkt noch wichtiger wird, sondern auch zu einer Verkürzung der gesamten Spieldauer.

Außerdem stieß der Vorschlag, Zweierteams einzuführen, auf offene Ohren. Der große Vorteil liegt neben einer ebenfalls kürzeren Spieldauer darin, auch eine Mannschaft melden zu können, wenn lediglich zwei oder drei Spieler pro Altersklasse vorhanden sind. Da diese Spielvariante großen Anklang im Publikum gefunden hat, schlug der Verband vor, dieses System zukünftig in einer Altersklasse zu testen.

Padel oder Beach: Hauptsache Tennis

Abschließend stellte Mario Unholz zwei Trendsportarten vor, die in letzter Zeit an großer Beliebtheit gewonnen haben: Padel und Beach-Tennis. Während das Plenum anfangs skeptisch war und von einer starken Konkurrenz für den Tennissport ausging, waren nach einigen Diskussionen die Meinungen auch hier sehr einheitlich: Beide Sportarten sollten eher als unterstützende Faktoren bezüglich der Mitgliedergewinnung gesehen werden und weniger als Konkurrenz. „Während Tennis eine sehr komplexe und anspruchsvolle Sportart ist, kann bei Beach-Tennis und Padel auch ohne besondere Fähigkeiten ein Spielfluss entstehen“, erzählte eine Stimme aus dem Publikum. Somit können beide Sportarten auch zur Familiensportart werden, da hier auch Familienmitglieder problemlos mitspielen können, die kein Tennis spielen.

„Außerdem unterscheiden sich die Spielertypen, die Tennis oder Padel spielen, komplett voneinander. Man muss also keine Angst haben, dass Tennisspieler auf einmal nur noch Padel spielen wollen und dem normalen Tennis den Rücken kehren“, sagte Jürgen Hurst, Bezirksvorsitzender des Bezirkes Mittelbaden. Padel und vor allem Beach-Tennis sind zudem Sportarten, die ganzjährig gespielt werden können. Während also im Herbst die Tennisplätze nach und nach schließen, kann auf den Beach-Tennis-Plätzen im Freien weitergespielt werden. Das ist eine große Chance für Tennisvereine auch im Winter Aktivität auf der eigenen Anlage zu haben.


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