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BTV-Topthema: Verpflichtung auch im Kontext Nachhaltigkeit

18.05.2022

Die Sanierung einer in die Jahre gekommenen Tennishalle, die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Clubhauses und eine Dachsanierung hin zu einem Biodiversitätsdach, das auch Insekten und Vögeln mitten in einer Tennisanlage eine Heimat bietet – drei Vereine, drei Projekte! Dr. Jörg Flender (TC RW Wiesloch), Boris Käser (TC Mahlberg-Kippenheim) und Wolfgang Senn (Karlsruher Eislauf- und Tennisverein) ziehen im Rahmen des BTV-Topthemas eine Bilanz und erklären, warum für ihren Verein Nachhaltigkeit hier von besonderer Bedeutung war.

 

Was hat Ihren Verein motiviert, dieses nachhaltige Projekt anzugehen?

TC RW Wiesloch / Dr. Jörg Flender: „Für uns und unsere Mitglieder war es offensichtlich, dass wir die Halle in diesem baulichen Zustand nur noch kurze Zeit nutzen können. Daher war klar: Es muss saniert und renoviert werden. Hierbei hat sich schnell herausgestellt, dass eine solche Sanierung nur mit Einbeziehung energetischer Aspekte erfolgen kann und dass dies in einem größeren Umfang erfolgen muss. Denn zum einen soll die neue Halle energetisch nachhaltig betrieben werden, auf der anderen Seite wird eine solche energetisch nachhaltige Sanierung auch durch Fördergelder entsprechend unterstützt.“

TC Mahlberg-Kippenheim / Boris Käser: „Unsere Motivation war das Bewusstsein, dass wir neben unserer sportlichen „Verpflichtung“ als Tennisclub auch eine gesellschaftliche Verpflichtung im Kontext „Nachhaltigkeit“ haben und unsere Kassenlage dies auch zugelassen hat.“

Karlsruher ETV / Wolfgang Senn: „Es stand die Dachsanierung des 50 Jahren alten Clubhaus-Daches an. Zum einen sollte das Dach eine Zusatzdämmung erhalten, um Heizkosten zu sparen, zum anderen sollte durch eine Dachbegrünung Niederschlagswasser sinnvoll aufgefangen werden. Und dann passt ein begrüntes Dach natürlich sehr gut in die Landschaft unserer Clubanlage. Letztendlich ist es sogar ein Biodiversitätsdach geworden, was Insekten und Vögeln zusätzlichen Lebensraum bietet und auch nachhaltig ist.“

 

Würden Sie, aus heutiger Sicht, das Projekt genauso wieder umsetzen? Falls nein, was würden Sie anders machen?

TC RW Wiesloch / Dr. Jörg Flender: „Ja, das Projekt ist wirklich gut gelaufen. Das lag auch daran, dass eine sehr detaillierte Planungsphase voran gegangen ist, die von unserem Energieberater hervorragend durchgeführt wurde und alle energetisch nachhaltigen Aspekte beinhaltet hat, die uns Richtung 100% CO2 Neutralität bringt. Natürlich gab es bei der Durchführung Kleinigkeiten hier und da, aber es mussten keine konzeptionellen Anpassungen mehr gemacht werden. Glück hatten wir natürlich, weil wir noch vor den enormen Preissteigerungen bei Baumaterialien die Sanierung vorgenommen haben.

TC Mahlberg-Kippenheim / Boris Käser: „Nicht ganz – heute würde ich kostenseitig optimieren und die Anlage direkt kaufen, statt zu pachten. Über die gesamte Laufzeit bezahlt man im Rahmen der Pacht in etwa die doppelten Kosten. Allerdings haben wir uns als Vorstandschaft damals bewusst für die Pacht entschieden, weil die finanzielle Belastung sich dann eben über einen relativ langen Zeitraum auf kleine Aufwände reduziert statt einmalig einen großen Betrag. Das ist eben immer abhängig von der aktuellen Kassenlage. Ggf. besteht ja auch die Möglichkeit für Vereine an Fördertöpfe und Zuschüsse zu kommen.“

Karlsruher ETV / Wolfgang Senn: „Wir würden es genauso wieder machen.“

 

Was können Sie anderen Vereinen in Sachen Nachhaltigkeit mitgeben, die evtl. gerade auch vor einer größeren Sanierungs-/Umbaumaßnahme stehen?

TC RW Wiesloch / Dr. Jörg Flender: „Nachhaltigkeit und ein gutes Kosten/Nutzen-Verhältnis widersprechen sich nicht. Dies liegt zum einen an Fördergeldern, die ein Verein von der KfW und der BAFA erhält, zum anderen auch an signifikanten Einsparungen bei den Energiekosten. Gelingt es dann auch noch die Einnahmen durch einen erhöhten Nutzen und Komfort zu erhöhen, ist eine energetische Sanierung sehr gut finanzierbar. Wichtig ist eine sehr gute Planung und das Hinzuziehen eines Energieberaters, der die Konzeption erstellen, die entsprechenden Betriebskosten Ersparnisse sehr gut berechnen kann und ohne den auch keine entsprechenden Fördergelder beantragt werden können.“

TC Mahlberg-Kippenheim / Boris Käser: „Nicht immer im „Kleinklein“ denken. Durchaus auch mal längere Zeiträume in Betracht ziehen – eine PV Anlage muss sich nicht zwangsläufig rechnen (was sie dennoch tut) – das ist eine Philosophie- und Glaubensfrage.“

Karlsruher ETV / Wolfgang Senn: „Haben Sie den Mut für so ein Projekt! Sie und Ihre Mitglieder haben große Freude an einem solchen Dach. Stellen Sie rechtzeitig Ihre Anträge, diese Maßnahme wird gefördert. Wählen Sie sorgfältig die Handwerker aus, die Sie beauftragen wollen, nehmen Sie nicht den billigsten, lassen Sie sich Referenzen zeigen.“


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