Archiv

Spieltag vs. Alltag – die Ernährungsgewohnheiten dreier Hobbyspieler

11.02.2022

Drei Sportler, drei verschiedene Essensgewohnheiten, drei verschiedene Ansichten von sportlergerechter Ernährung. Wir haben im Rahmen unseres BTV-Topthemas „Sportlergerechte Ernährung“ mit Luisa Parth (24) vom TC Mühlhausen 1975, Kai Weber-Sieb (58) vom TC im Wiesengrund und Leon Hochschorner (20) vom TV Geislingen (WTB) u.a. über Lebensmittel, die sie schwach werden lassen und Unterschiede in der Ernährung am Spieltag gegenüber dem Alltag gesprochen.

 

Frau Parth, Herr Weber-Sieb und Herr Hochschorner, was bedeutet für Sie „sportlergerechte Ernährung“?

Luisa Parth: Sportlergerechte Ernährung bedeutet für mich ausgewogen essen. Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß sollten daher in jeder Mahlzeit vorkommen, wobei Eiweiße bei mir gegenüber den Kohlenhydraten überwiegen. In der Regel bereite ich mir meine Mahlzeiten auch frisch zu, Fertiggerichte kommen kaum zum Einsatz. Proteinpulver bzw. -Riegel halte ich dagegen nicht unbedingt für notwendig, auch wenn das sicher viele mit sportlergerechter Ernährung in Verbindung bringen.

Kai Weber-Sieb: Sportlergerechte Ernährung ist für mich eine ausgewogene Ernährung. Ich selbst esse keine Wurst und kein Fleisch und versuche auch möglichst wenige Milchprodukte zu mir zu nehmen. Auf meinem Speiseplan stehen also vorwiegend Obst und Gemüse, viel Vollkornprodukte und Nüsse. Alles möglichst in Bio-Qualität.

Leon Hochschorner: Für mich bedeutet sportlergerechte Ernährung, sich so zu ernähren, dass die bestmöglichen Leistungen im Wettkampf und Training möglich sind und der Sportler sich fit fühlt.

 

Bei welchen Lebensmitteln bzw. Gerichten werden Sie immer schwach?

Luisa Parth: Das ist eine schwierige Frage. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man sich alles gönnen sollte, worauf man Lust hat, daher würde ich hier ungern von „schwach werden“ sprechen. Wenn ich nun allerdings ein Gericht bzw. Lebensmittel nennen müsste, dem ich kaum widerstehen kann, ist es definitiv Pudding.

Kai Weber-Sieb: Kuchen kann ich nur ganz schwer widerstehen! Und, vielleicht etwas ungewöhnlich, aber Milch im Müsli geht auch immer.

Leon Hochschorner: Also Pasta-Gerichte sind als Mittagessen immer bevorzugt und als gebürtiger Schwabe kann man selbstverständlich auch zu Maultaschen nicht „Nein“ sagen. Außerdem werde ich bei Gummibärchen immer schwach.

 

Wie unterscheidet sich Ihre Ernährung am Spieltag vom Alltag?

Luisa Parth: An einem Spieltag esse ich zum Frühstück meistens nur eine Banane, damit mein Bauch während des Spiels nicht so voll ist. Dafür fällt dann das Abendessen immer etwas größer aus.

Kai Weber-Sieb: Unsere Spiele starten in der Regel samstags um 14 Uhr, daher nehme ich ein spätes, ausführliches Frühstück zu mir. Dabei bereite ich ein sehr großes Vollkorn-Müsli mit Rosinen, frischen Äpfeln und Bananen vor, das ich auf der Fahrt zum Tennisplatz esse. Dies und der übliche Tisch mit Obst, Müsliriegeln, Butterbrezeln und Kuchen, den es bei uns am Spieltag immer gibt, gibt ausreichend Energie auch für das Doppel.

Leon Hochschorner: Am Spieltag esse ich meistens morgen eine Brezel und eine Banane. Während des Matches gibt es keine auffälligen Rituale, meistens einfach nur verschiedene Riegel.

 

Gibt es bestimmte Ernährungsrituale in Ihrem Team oder Verein?

Luisa Parth: Nicht, dass ich wüsste.

Kai Weber-Sieb: Bei uns gibt es während der Spiele den eben bereits angesprochenen Tisch mit Obst, Müsliriegeln etc. Außerdem natürlich das gemeinsame Essen mit dem Gegner nach dem Spiel.

Leon Hochschorner: In meiner Mannschaft gibt es keine besonderen Ernährungsrituale, bei Heimspielen steht jedoch meistens ein Obstkorb in greifbarer Nähe und zum abschließenden gemeinsamen Essen werden dann verschiedene Pasta-Gerichte serviert.


zurück zur Übersicht
 
  • DunlopDunlop
    TennisPointTennisPoint
    VR-TalentiadeVR-Talentiade

Badischer Tennisverband