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BTV-Topthema: Trendsportarten im Tennissport

02.09.2022

Millionen von Menschen sind begeistert, andere wiederum sagen: „Hab‘ ich schon mal gehört, aber was ist das nochmal genau?“. Die Rede ist von den Trendsportarten Beach Tennis und Padel Tennis. Beide werden immer größer, auch in Deutschland sind sie inzwischen angekommen. Viele Tennisbegeisterte sind mittlerweile auch Fans des „Tennis im Sand“ oder der „Mischung aus Tennis und Squash“. Warum ist das so? Was macht die beiden Sportarten aus? Können auch „normale“ Tennisvereine von den neuen Möglichkeiten profitieren?

Werfen wir zunächst einen Blick auf Padel Tennis: Im Padel fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes umgeben von Sport. Denn Padel wird in einem Käfig aus Glas- und Drahtgitterelementen gespielt, alle Elemente können in das Spiel einbezogen werden. Somit kann der Ball aus nahezu jeder Richtung kommen. Beim ersten Blick auf einen Padel Court kommt unweigerlich der Gedanke an die UFC in den Sinn, bei der die Kämpfer:innen in einen Käfig steigen und gegeneinander kämpfen. Padel Tennis wird ebenfalls in einem Käfig gespielt, allerdings treten hier nicht zwei Fighter in einem Martial Arts-Kampf gegeneinander an. Viel mehr treffen sich vier Gleichgesinnte, die in dem Käfig einem Sport nachgehen, der aus Tennis und Squash kombiniert wurde.

In Spanien und Argentinien gehört Padel bereits zu den Top 3 der aktivenstärksten Sportarten. Und auch in Deutschland regt sich zunehmend Interesse an dem Ballsport mit den weltweit größten Wachstumsraten. Die Gründe für die Faszinationskraft sind dabei vielfältig. Neben der Tatsache, dass die Grundtechniken einfach zu erlernen sind, führen die häufig langen Ballwechsel zu einem enormen Spielspaß. Beim Padel hat man ungefähr doppelt so viele Ballkontakte wie im Tennis. Außerdem ist die Sportart für jede Altersklasse unabhängig der körperlichen Verfassung geeignet. Kraft ist beim Padel-Spielen eher zweitrangig, vielmehr geht es um Taktik und Geschicklichkeit.

Die Neugierde wächst rasant. Aktuell gibt es in Deutschland 71 Anlagen (130 Courts), 40 davon in Tennisvereinen (Stand 2021). Mittlerweile spielen ca. 2.000 aktive Spieler:innen Padel. Es gibt Ligaspiele, viele nationale Turniere und die Nationalmannschaften werden zu internationalen Wettbewerben entsendet.

Auch Beach Tennis schafft mehr und mehr den Durchbruch. Nicht nur in Gesamt-Deutschland, auch in Baden kommt die Sportart immer mehr an. Erst vor kurzem wurden sogar zum zweiten Mal die Badischen Beach Tennis Meisterschaften auf den Anlagen des TC Greffern und des TC Vimbuch ausgetragen. Zudem gibt es auf badischem Boden die Beach Tennis Liga Südwest und das Badische Beach Tennis Champions Race. Die Wettbewerbsangebote steigen also stetig, auch die badischen Vereine verzeichnen immer mehr Spieler:innen, die sich auch für den Sport im Sand begeistern können.

Beach Tennis ist jedoch nicht nur das Ausüben einer Sportart im Sand, es ist viel mehr: Beach Tennis ist Leistungs- und Freizeitsport, Athletik und Dynamik. Die Sportart punktet mit athletischen und akrobatischen Sprüngen sowie einer mitreißenden Stimmung. Der Reiz des Spiels liegt unbestritten in der dem Tennis und Badminton sehr nahestehenden Taktik: "Heber", "Stecher", Lobs, Stopps, spektakuläre Hechtschläge - vieles ist möglich und erlaubt. Und das alles in einem Umfeld von Urlaubsatmosphäre.

Dabei ist es für Anfänger wesentlich einfacher zu erlernen als das „normale“ Tennis. Ob klein oder groß, ob jung oder alt - jeder kann sofort loslegen. Kurzum: Einfach machen, richtig austoben und Spaß haben. Tenniserfahrung ist nicht von Nöten. Außerdem benötigt man keine teure Ausrüstung wie Schuhe oder besondere Kleidung, auch auf diverse Trainingsstunden kann verzichtet werden. Die technischen Voraussetzungen sind schnell erlernbar, daher gilt sowohl beim Beach Tennis als auch beim Padel das Credo: Schnappt euch einen Schläger, einen Ball und legt einfach los!

Die Mehrwerte beider Sportarten für Spieler:innen sind also nicht von der Hand zu weisen, doch welche Vorteile bieten die beiden Trendsportarten den Tennisclubs? Das wichtigste vorweg: Weder Beach Tennis noch Padel Tennis sollten als Konkurrenz zum normalen Tennis, sondern viel mehr als Erweiterung des eigenen Portfolios gesehen werden. Durch das zusätzliche Angebot steigt die Attraktivität des Vereins – sowohl die Mitgliederbindung als auch -gewinnung kann hierdurch verbessert werden. Außerdem sind beide Sportarten auch im Winter spielbar. Besonders Clubs ohne Tennishalle, bei denen das Vereinsleben deswegen vorrangig auf den Sommer begrenzt ist, können ihrer Anlage so auch in den Wintermonaten Leben einhauchen.

Welche weiteren Vorteile aus Vereinssicht gibt es noch? Wie führe ich die beiden Sportarten am besten in den Club ein und integriere sie ins Vereinsleben? Wie sieht es mit Kosten und der Refinanzierung aus? Das und vieles mehr beantworten wir in den kommenden Wochen auf unseren Verbandskanälen. Schauen Sie also wieder regelmäßig auf unsere Homepage, folgen Sie uns auf Instagram sowie Facebook und werfen Sie einen Blick in die nächste Ausgabe unseres Verbandsmagazins (Erscheinungsdatum = 21. September 2022).

 

 


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