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BTV-Topthema - Vereinskommunikation

02.03.2022

Ein kurzer Satz reicht in der Regel bereits aus, um Kommunikation einfach und gut zu erklären: Kommunikation ist das Mittel der Verständigung durch die Verwendung von Zeichen und Sprache. Klingt simpel – wäre nicht der Faktor Mensch im Spiel. Denn nicht nur die Übertragungswege müssen klar sein, auch müssen sie von Sender wie auch Empfänger gleichermaßen verstanden werden. Dass Alltag ohne Kommunikation nicht funktionieren kann, hebt der Abteilungsleiter für Presse und Kommunikation des Landessportverband Baden-Württemberg, Klaus-Eckart Jost, hervor: „Kommunikation ist das A und O in unserem Zusammenleben. Kommunikation ist Kontakt suchen und halten, Informationen austauschen und Inhalte weitertragen. Ohne Kommunikation können aufgrund von Desinformation Missverständnisse entstehen und darauf Unzufriedenheit folgen. Dies gilt auch für das Zusammenleben im Verein.“

Und gerade dieses Zusammenleben im Verein kann durch eine gute Kommunikation gelingen: Neben dem Erreichen der satzungsrelevanten Ziele vor allem die Stärkung der gemeinsamen Interessen und der Identifikation mit dem Verein. „Kommunikation muss für Sportvereine eine zentrale Rolle spielen. Wie sollen Mitglieder sonst Bescheid wissen, was in ihrem Verein los ist? Wie sollen neue Mitglieder den Weg in den Verein finden, wenn sie nicht mitbekommen, wie breit die Angebotspalette ist? Warum sollen Förderer den Verein unterstützen, wenn sie nicht wissen, wie groß und wie aktiv der Verein ist?“, erläutert Jost weiter und stellt so die verschiedenen Zielgruppen der Vereine in den Fokus.

Das Spektrum der Vereinskommunikation ist vielfältig – nicht nur mit Blick auf spezielle Kanäle oder Strategien. Klassischerweise lässt sie sich in einem ersten Schritt jedoch in intern und extern unterscheiden:

  • Die interne Kommunikation findet mit den Vereinsmitgliedern statt. Sie beeinflusst maßgeblich die Vereinskultur und die Art und Weise, wie sich auch Mitglieder mit- und zueinander verhalten. Hierbei sollte ein wechselseitiger Austausch vom Vorstand bis hin zum passiven Mitglied erfolgen und so das Gemeinschaftsgefühl sowie die Identifikation mit dem Verein gestärkt werden.
  • In der externen Kommunikation verschmelzen, vor allem beeinflusst durch die sozialen Medien, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zunehmend. Die Wahrnehmung des Clubs nach außen wird maßgeblich durch die Ansprache von potenziellen Neumitgliedern aber auch von möglichen Partnern und Förderern gesteuert. Klassische Werbemaßnahmen lassen sich hier in eine gelungene Vereinskommunikation wirksam integrieren.

In Abhängigkeit der Vereinsgröße, der vorhandenen Ressourcen und der jeweiligen Zielgruppen ist die Entwicklung einer guten und konsequenten Vereinskommunikation mit entsprechenden Instrumenten essenziell. Bevor es jedoch um konkrete Maßnahmen oder auch Kanäle geht, sollte zunächst eine kurze Analyse erfolgen, wo der Verein aktuell steht. Welche Ziele werden verfolgt? Soll der Verein weiter wachsen? Möchte sich der Verein als besonders familienfreundlich positionieren? Wie stark steht der Leistungsgedanke im Vordergrund? Hierbei ist es wichtig, sich nicht von konkreten Kommunikationszielen leiten zu lassen, sondern zunächst eine bewusste Definition der allgemeinen Vereinsziele zu erarbeiten, aus der sich dann Kommunikationsziele ableiten lassen.

In einem zweiten Schritt geht es darum, konkretere Maßnahmen zu entwickeln und zu strukturieren. Welche Informationen sind für welchen Kreis relevant und über welche Kanäle erreiche ich diesen? Die Möglichkeiten sind hier nahezu unbegrenzt: Vom regelmäßigen Austausch auf der Clubterrasse, um Anregungen der Mitglieder aufgreifen zu können, über Posts in den sozialen Medien, um den Verein für neue Mitglieder oder Förderer interessant zu machen, bis hin zu Veröffentlichungen in den (lokalen) Printmedien – die Schlagworte hier heißen Struktur, Zielorientierung und Regelmäßigkeit.

Um die entwickelten Themen auch strukturiert „an den Mann bringen zu können“, empfiehlt sich in einem dritten Schritt das Erstellen eines Redaktionsplans. Ob redaktionelle Inhalte, Social-Media-Content, Newsletter oder Pressemitteilungen – mit einer zeitlichen sowie strategischen Planung sind alle Beteiligten im Boot und einzelne Aufgaben und Themen können erheblich effizienter aufgeteilt werden. Darüber hinaus trägt ein Redaktionsplan dazu bei, eine langfristige Frequenz der einzelnen Veröffentlichungen zu sichern.

Eine zielführende und transparente Kommunikationskultur ist für einen Club daher einer der wesentlichen Faktoren. Denn letztlich gilt auch hier: Tue Gutes und rede darüber!

In den kommenden Tagen und Wochen wird uns das Thema Vereinskommunikation noch weiter beschäftigen. Wie sollten Vereine bei der strategischen Kommunikationsplanung vorgehen? Welche Fallstricke tun sich auf? Was machen Clubs, wo die Kommunikation gut läuft, anders? Viele Punkte, die wir über unsere BTV-Kanäle beantworten wollen. Bleiben Sie dran, folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen, schauen Sie vermehrt auf unsere Homepage und werfen Sie einen Blick in die nächste Ausgabe unseres Verbandsmagazins baden tennis (Erscheinungsdatum = 16. März 2022)


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