MLP-Cup 2019

Botic van der Zandschulp gewinnt den MLP-Cup 2019

Der „fliegende Holländer“ (RNZ vom 28.01.2019) ließ keinem Gegner eine Chance und stürmt zum Titel des “Internationalen Herrentennismeisters der Metropolregion Rhein-Neckar“

Man hätte es beinahe ahnen können, dass dem MLP-Cup 2019 ein schnelles Finale beschert wird. Zu überlegen zeigte sich Botic van de Zandschulp in all seinen Matches. Eine traumhafte Turnierwoche habe er erleben dürfen, sagte der frischgebackene „Internationale Herrentennismeister der Metropolregion Rhein-Neckar“, nachdem er seinen Gegner Peter Heller mit 6:2 und 6:2 vom Platz gefegt hat. Natürlich war das Programm des Außenseiters ein ganz anderes. Während der fliegende Holländer, wie die RNZ ihn betitelte, mit durchwegs glatten Zweisatzmatches durchs Turnier rauschte, musste der 26-jährige Deutsche aus Cham im Bayerischen Wald tags zuvor gegen Tim van Rjithoven im dritten Satz bis in den Tiebreak. Schon im Viertelfinale gegen den starken und erfahrenen deutschen Spieler Peter Torebko musste er alle Kräfte aufbieten. So steckte ihm ein anstrengendes Turnier in den Knochen, als er den ausverkauften Center Court betrat.

Als van de Zandschulp dann gleich im ersten Finalsatz fehlerfrei auf 4:0 davonzog, konnte Heller – der nie wirklich zu seinem Spiel fand – diese Lücke zu keinem Zeitpunkt mehr schließen. Zu schnell spielte der Holländer, zu hart und präzise kamen seine Schläge und zu fehlerfrei agierte er während des gesamten Matches. Die Zuschauer nahmen es dennoch gelassen, erfreuten sich an einigen langen Ballwechseln und erlebten eine würdige Siegerehrung, die beiden Spieler angemessen zur Ehre gereichte.

In seiner Siegerrede wandte sich der faire niederländische Sportsmann fast entschuldigend für seinen „unglaublichen Lauf“ an seinen Gegner. Peter Heller wiederum zollte ihm Respekt für die Turnierwoche und erkannte ohne weiteres an, dass hier der bessere Spieler den MLP-Cup 2019 mit nach Hause nehmen darf.

So geht der Bleikristallpokal aus dem Glasdorf Weinfurtner eben nicht „nach Hause“ in den Bayerischen Wald, sondern in die Niederlande und findet dort bestimmt einen würdigen Platz in einem bereits gut gefüllten Pokalschrank. Peter Heller wiederum durfte sich über die anerkennenden Worte von Dr. Manfred Lautenschläger freuen. Er zollte ihm Respekt für seine tapfere und unermüdliche Gegenwehr in einem fast aussichtslosen Unterfangen, würdigte den sympathischen Sportsmann und wünschte ihm genauso wie dem Finalisten einen weiterhin erfolgreichen Saisonverlauf.

Bereits tags zuvor konnte die polnische Paarung Karol Drzewiecki und Szymon Walkow ihre Überlegenheit im Doppel zeigen. Mit 7:5 und 6:3 reichte ihnen jeweils ein Break zum klaren Zweisatzsieg in einem durchaus phasenweise hochklassigen Finale gegen Marek Gengel aus Tschechien und Danylo Kalenichenko aus der Ukraine. Dieses Doppel hat Potential für mehr – wir dürfen gespannt sein, was die Tennissaison 2019 für diese sympathische Paarung noch bringen wird.

In Nußloch selbst haben die Analysen bereits begonnen, um sehr bald eine Antwort finden auf die Frage: wie geht es weiter mit dem MLP-Cup...?

 
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